Transparenz bezeichnet die bewusste Offenlegung von Informationen, Zusammenhängen und Denkhaltungen in Organisationen. Sie schafft Klarheit, fördert Vertrauen und bildet die Grundlage für gemeinsames Lernen und wirksame Veränderung. In der nachhaltigen Transformation ist Transparenz ein strategisches Mittel, um Spannungen sichtbar zu machen, blinde Flecken zu erkennen und eine gemeinsame Ausgangsbasis für Entwicklung zu schaffen.
Im Impact Business Design bildet Transparenz die erste von drei Phasen eines tiefgreifenden Transformationsprozesses – gefolgt von Transzendenz (Bewusstwerdung und Musterveränderung) und Immanenz (Verkörperung und Verankerung des Neuen). Die Phase der Transparenz kann man sich vorstellen wie eine Reisevorbereitung. Vor jeder Reise – und je größer, umso mehr – braucht es eine gute Vorbereitung: Wohin wollen wir reisen (Scope)? Welche Bedingungen herrschen in diesem Land (Foresight)? Was muss ich mitnehmen (Ressourcenplanung)? Wen will ich mitnehmen (Stakeholder und Projektteam)? Welche Fragen habe ich (Hypothesen)? Warum will ich dorthin (Motive)? Wen muss ich informieren (Stakeholder)? Welche Einwände könnten kommen (Einwandbehandlung)? Was erhoffe ich mir davon (WOOP-Modell)? Und wie wollen wir das alles umsetzen (Handlungsmaximen)?
Für Führungskräfte, Nachhaltigkeitsverantwortliche und Changemanager:innen ist Transparenz ein zentraler Hebel, um sich gut auf eine Veränderung vorzubereiten und diese zu planen, Dialog zu ermöglichen, Vertrauen aufzubauen und kollektives Bewusstsein dafür zu fördern. Sie legt das Fundament für eine Kultur, Veränderung mit Freude zu begegnen – und bereitet den Weg für neue Denk- und Handlungsräume.